| |  |  | Béla Löwenherz.. | | ..zeigt Euch seine Welt |
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Ab morgen werden wir in die Ferien fahren und quasi bis gestern war ich seit sechs Monaten in erster Linie gefangen von all dem, was wir mit Valentina erleben durften. Dafür bin ich heute dann kurzzeitig durchgestartet:-) Am Welt Down Syndrom Tag werden wir leider dieses Jahr nicht da sein, so dass wir nicht nach Velbert fahren können, was wir so gern getan hätten. Dafür durfte ich aber heute mit einer sehr netten Redakteurin von Radio Horeb eine Sendung zum WDST aufnehmen. Wir haben fast zweieinhalb Stunden telefoniert und auch wenn ich sehr aufgeregt war, so hat es doch auch grosse Freude gemacht... Also, hier der der ultimative Programmtip für den 21. März:

Ich hoffe, es ist irgendwie gelungen und es wird vielen Menschen das Herz öffnen oder Ängste nehmen. Wenn es nur einer wäre... wärs auch schon schön.
Ausserdem habe ich eben doch noch schnell ein Foto verschickt für die Posteraktion des Downsyndrom-Infocenters. Vielleicht kriegen wir es auch aus der Ferne hin, dass hier und da eins hängt. Das Foto jedenfalls ist so bunt und fröhlich! Ich finde es passt perfekt zum diesjährigen Motto: "Ich steh auf Vielfalt! -Und Du?" Danke an Anke Peters, die es bei einer Aktion im Kindergarten gemacht hat:

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Nun war hier auf Bélas Seite seit einem halben Jahr Stille.
Das hatte seinen Grund in Valentina. Wenn Béla uns gelehrt hat, das Leben aus einer ganz neuen Perspektive zu sehen, dann hat Valentinchen dem noch einges hinzugefügt.
Sie hat uns auf eine grosse Reise geschickt, die am Ende doch immer wieder im wesentlichen die Reise zu uns selbst gewesen ist. Und sie ist noch nicht zu Ende.
Hier wird sie auch noch ihren Platz finden mit ihrer Geschichte... wenn die Zeit dazu gekommen ist.
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Da ich gerade gar keine Zeit habe, kopiere ich hier nur schnell eine mail, die mich eben erreicht hat. Adriens Mutter Conny hat das Herzkinderforum gegründet, das auch uns damals eine große Hilfe und eine wichtige ANlaufstelle war. WIr haben Glück und müssen uns wenigstens zur Zeit keine Sorgen mehr um Bélas Herzchen machen, aber das ist eine Ausnahme. Ich weiß also, dass Adrien "echt" ist und sicher auch "echt" in Not. Wenn Ihr könnt, dann schaut doch mal... und gebt was!
Hallo liebe User,
aufgrund Adriens besorgniserregendem Zustand und der Tatsache dass ich am Verzweifeln bin, haben wir ein soziales Hilfeprojekt auf Betterplace für Adriens Rettungsaktion gestartet. Ich weiss nicht wieviel Zeit mir bleibt, selbst um Hilfen zu bitten, daher bitte ich um EURE Mithilfe, diese Links zum Projekt weiterzuleiten, auf Facebook und Foren bei Euch einzustellen und ein grosses Netzwerk an Verteilern mit mir zu gründen. Ich habe dieses Video zweisprachig gemacht, damit auch die englischsprachigen User verstehen, worum es geht. Auch ein IDO Projekt ist bereits fertig, der Link wird auf Herzkinderforum und Herzchenforum eingestellt werden. Dieses aktuelle Projekt dient dazu, Adrien nun unmittelbar in einer Klinik zum Herzkatheter vorzustellen, damit der exakte Lungendruck ermittelt werden kann. Diese Kosten sind mit ca. 800 Euro veranschlagt, hierunter fallen Transportkosten und Kinderbetreuung in der Abwesenheitszeit. Da ich dieses Geld weder durch KK noch aus eigenen Mitteln aufbringen kann, habe ich mich entschlossen, nun intensiv nach Hilfe und Möglichkeiten zu suchen. Einige unter den Usern haben indessen deutsche Kliniken kontaktiert, unter anderem Köln, ich warte auf eine Rückmeldungen. Wer mit Rat und Ideen helfen kann, ist ebenfalls willkommen. Falls jemand einen Rollstuhl oder einen Rehabuggy auch nur leihweise erübrigen könnte, bitte ich um Nachricht. Ich bekomme derartige Hilfen hier leider nicht und Adrien kann keine 100 m mehr laufen. So, nun hier die Links:
http://de.betterplace.org/projects/4495-herzkinderforum/invitation/new
http://www.youtube.com/watch?v=vLzs4mZP7xU Bitte auch auf Twitter oder sonstige Medien posten. Alles kann helfen dass Adrien nun endlich eine passende Behandlung bekommen kann. Vielen herzlichen Dank Euch allen Conny mit Familie
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Heute vor drei Jahren habe ich den in meinem bisherigen Leben tiefsten Blick in den Abgrund getan. Béla war um diese Uhrzeit noch im OP und wir liefen ziellos und im strömenden Regen durch Köln. Ich hatte mein neun Wochen altes Baby abgegeben und erlaubt, dass man ihn abkühlen würde, bis das Herz schon fast zu schlagen aufhört, dass man sein Brustbein durchsägen, seine weiche Säuglingshaut durchstechen würde, in den Hals, in die Leiste, in den Kopf, dass man sein Blut durch eine Maschine schicken und sein winziges Herzchen aufschneiden und zusammenflicken würde.
Wir hatten den Termin dafür bestimmt, den Professor und die Klinik akzeptiert. Es fühlte sich an, als hätte ich meinen Sohn dem Tod preisgegeben. Was, wenn wir ihn nie wieder lebendig in den Armn nehmen würden? Und dabei mussten wir dankbar sein für diese Chance. Es war ein Privileg, all das zulassen zu dürfen. Das Ausliefern an die Grenze des Todes als einzig möglicher Weg ins Leben.... Unfassbar.
Heute morgen ist unser geliebter Blondschopf mit besonders viel Energie aufgetanden, so als ob er der ganzen Welt an diesem Tag besonders beweisen müsste, WIE LEBENDIG er ist.
Ich werde in alle Ewigkeit dankbar dafür sein, dass Béla damals bei uns bleiben durfte. Dass er unser Haus und unsere Herzen jeden Tag von neuem mit so viel Liebe füllt.
Und heute weiss ich in besonderer Weise noch ein bißchen besser zu schätzen, dass das was wir durch seinen besonderen Weg bereits lernen durften,mit Gold nicht aufzuwiegen ist.
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Oh... Sooo lange war hier grosses Schweigen... Aber jetzt! :-)
 Gestern ist unser süßer Béla 3 Jahre alt geworden. Unglaublich, dass es schon so lange her sein soll, dass er zu uns gekommen ist mit so unendlich vielen Überraschungen, Geschenken, Wahrheiten im Gepäck. Vor allem aber: Er selbst so wie er ist... wunderbar, ein grosses Glück. Ich habe mal in einem Diskussionsthread des Spiegel-online Forums über das Thema Spätabtreibung und Selektion geschrieben, dass mir jeder leid tut, der nicht SO EIN Kind haben darf, wie meines. Das meinen Sie jetzt ja wohl kaum ernst, war die Reaktion. Ja doch, ich meine das ernst...Was heisst schon "so ein Kind"? Das heisst nichts. Jeder, der ein Kind hat, dass er so lieben darf, wie ich meine(s), ist zu beneiden. Und für alle Extras, die Béla uns mitgebracht hat, möchte ich mich heute eigentlich auch eher bedanken, als sie zu bedauern.
 Jedenfalls: HAPPY BIRTHDAY! Mein süsser Sohn!
 Wir sind in den Ferien und hatten einen wunderschönen Tag mit Bescherung, jeder Menge Cousins und Freunden zum feiern, tollen Geschenken und wunderschöner Torte, Meer und Sonne.
 Und am Ende: reichlich Pizza und als Krönung: EISSSSSS! (Es bleibt das einzige wirklich mit Leidenschaft ausgesprochene Wort) Béla hat es dann tatsächlich geschafft, sich auf dem Rückweg zum Auto noch eine zweite Portion zu erbetteln. Ich stand 20 m entfernt und konnte mich Kaum halten vor Lachen. Wozu braucht es da bitte noch Worte?
 EISSSS Geht man da einfach rein und holt sich was?
 Nee, die machen das anders.
 Na dann: Das alles will ich haben!
 So einfach geht das!
 Und jetzt: Wo war Mami nochmal?
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Wopi für Integration!
Die Landtagswahl in NRW rückt immer näher und nun ist es unerlässlich geworden auch hier ein wenig politisch zu werden... Der wichtigste Grund: WOPI!
Bélas Grossvater ist im Wahlkampf und wir erleben zum ersten mal in der Familie, wie dieses Geschehen von innen heraus aussieht. Eine ganz besonders spannende Perspektive!

Es gab schon vorher gute Gründe GRÜN zu wählen. Jetzt gibt es einen mehr. Bélas, unser Wopi ist ein hochintelligenter und integerer Mensch. Und er weiss wovon er spricht, nicht nur, aber auch wenn er über Integration und Inklusion nachdenkt. Lasst uns endlich eine Wende bewirken!
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Liebe soll nicht, Liebe kämpft nicht, Liebe wird nicht, Liebe ist. Liebe sucht nicht, Liebe fragt nicht, Liebe ist, so wie du bist!
Du bestimmst wo's hin geht Du gehst für dich voran Wünsch dich in andere Welten Dann kommst du sicher an
Kraft deiner Gedanken Darfst du nicht untergraben Was du säst das wirst du ernten Und was du möchtest sollst du haben
Vertrauen ist gleich Liebe Liebe mit Gesicht Fürchte dich vor gar nichts Denn die Angst belebt dich nicht
Sei stark in deinem Glauben Sei stark in deinem Tun Wenn du glaubst ist alles möglich Hör auf dich auszuruhen
Nie sind die Dinge an sich schlecht Nur wie du darüber denkst Was du tust wie du lebst und was du suchst Was sich nicht bewegt Kann sich nicht verändern Wenn wir mal unterwegs sind Könnt ihr uns nicht verhindern
Lass die Leinen los Unsere Segel schreien Es soll vorwärts gehen Und wer will muss dabei sein
Lass die Leinen los Wenn der Wind sich dreht Wird der Auftrag groß Es ist niemals zu spät
Die Gegenwart ist ewig Vergängliches vergeht Wer sterben will muss leben Wer leben will besteht
Wir sind überall zu Hause Auch wenn die Himmel sich erheben Auch wenn die Flammen uns verbrennen Sie sollen wissen wir wollen leben Wir wollen leben!
...auch das Schicksal und die Angst kommt über Nacht, ich bin traurig, gerade hab ich noch gelacht und an sowas schönes gedacht. ... auch die Sehnsucht und das Glück kommt über Nacht, ich will lieben, auch wenn man dabei Fehler macht, ich hab mir das nicht ausgedacht
Wunder geschehn, ich habs gesehn es gibt so vieles was wir nicht verstehn Wunder geschehn, ich war dabei, wir dürfen nicht nur an das glauben was wir sehn
immer weiter, immer weiter gradeaus, nicht verzweifeln, denn da holt dich niemand raus, komm steh selber wieder auf.
Wunder geschehn, ich habs gesehn,
was auch passiert, ich bleibe hier ich geh den ganzen, langen Weg mit dir, was auch passiert, Wunder geschehn Wunder geschehn Wunder geschehn
NENA, die Unnachahmliche... Danke für einen perfekten Abend!
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Fast hätte ich es gar nicht mehr geschafft. Aber egal wie spät, zeigen möchte ich es Euch ja doch!
Die Westfalenpost hat uns am ersten April noch mit diesem schönen, bunten Beitrag überrascht! Ich hatte die Informationen etwas zu spät vor dem WDST rausgeschickt und so freut es mich umso mehr, dass die Redaktion es noch 10 Tage später gebracht hat.

Und dann nochmal B+B und die Bandenwerbung. Ein schöner Artikel, bei dem ich spüre, dass die Journalistin innerlich mitgegangen ist. Wunderbar!
Danke an den Soester Anzeiger:
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Heute Nachmittag ein nettes Treffen - endlich! Das ist Ben aus einem Nachbardorf. Seine Eltern haben unsere Banden- webung für mehr Toleranz auf einem anderen Sportplatz gesehen und uns angerufen. Seit heute gibt es nun auch in Bens Dorf auf dem neu entstehenden Kunstrasenplatz eine Aufforderung zum "Bitte zurücklächeln"... Es ist die vierte Bandenwerbung hier in der Umgebung! Neben dem tollen gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeitsprojekt habe ich ausserdem mal wieder sehr nette Gleichgesinnte getroffen.. Danke, falls Ihr das lest! Super stolz waren wir natürlich, dass das Team von der DS-Ambulanz in Velbert unser Transparent am Welt-Down-Syndrom-Tag direkt vor die Klinik gehängt hat. Das kann ich Euch auch nicht vorenthalten:-)).

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So, es ist geschafft! 200 Poster sind aufgehängt, verteilt und an Freunde verschickt...Mal schauen, wo sie überall hängen. Jedes Foto von einem aufgehängten Béla - Plakat wird jedenfalls hier veröffentlicht! :-)
Hier noch die dazugehörige Pressemeldung:
Am 21. März ist Welt-Down-Syndrom-Tag Vosswinkler Aktion wirbt für Toleranz
Auch in diesem Jahr organisieren wieder in der ganzen Welt Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) gemeinsam mit ihren Freunden, Betreuern und Familien den “Welt-Down-Syndrom-Tag“. Wie in den letzten Jahren schon, ist das Datum wieder der 21. März. Auch aus Arnsberg gibt es wieder eine eigene Aktion, die Hemmungen ab- und Verständnis aufbauen möchte. Der kleine Béla (2,5j) aus Vosswinkel lacht auf ungefähr 200 im Stadtgebiet aufgehängten Plakaten den Betrachter an und gibt preis, was er liebt: Autos, seinen Papa, Würstchen und Eis! Das Wort „wanted“ sollte dabei am liebsten mit dem Wort „gewollt“ oder „geliebt“ übersetzt werden; im Hinblick auf die immer geringer werdende Zahl von Menschen mit Down-Syndrom, die geboren werden dürfen, könnte man es allerdings auch mit dem Wort „gesucht“ übersetzen. Die wichtigste Aussage an diesem Tag sollte aber sein: Menschen mit Down Syndrom lieben und werden geliebt und darin unterscheidet sie nichts vom Rest der Menschheit. Und mal ehrlich…. wer mag schon kein Eis?
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Ein gutes Projekt, weil es allen Hilfe anbietet, die welche brauchen und das mit einer positiven, lösungsorientierten Perspektive, die sich der Sorgen der Betroffenen wirklich annimmt. Ich habe das Gefühl ,daß Schwangerschafts konfliktberatungen sich selten zur Aufgabe machen, die Probleme, die eine Schwangerschaft zum Konflikt werden lassen, für und mit den Eltern zu lösen... Naja, ich weiss es nicht, aber dieser Ansatz erscheint mir einfach Glück bringend und deshalb möchte ich ihn an Euch weitergeben.
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Grosser Bruder, kleiner Bruder von Sverre Henmo

Manchmal musste ich schlucken und dann wieder lachen. Adrian, der coole grosse Bruder, der verliebte Student, verrückte Mitbewohner, leidenschaftliche Motorradfahrer, der Szenegänger der nicht mehr weiss, was er mit seinen Eltern reden soll, liebt Tobias, seinen kleinen Bruder mit Down-Syndrom, was aber auch nicht immer einfach ist.
Immer Samstags ist Tobias-Tag, da mischen sich die Welten, die sich nicht mischen sollen, da gibt es immer wieder die unerwartete Wendung von Verspannung zu Humor, von Peinlichkeit zu Nähe... dem angestrengten Lässigseinmüssen des Mittzwanzigerlebens wird hier und da eine "Tobiasumarmung" verpasst und am Ende geht es schlicht und einfach um Freundschaft, Liebe und das bittersüsse Erwachsenwerden. Schön!
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Noch auf unausgepackten Koffern sitzend (nach einem langen und wunderbaren Besuch beim Grossvater in schneebedeckter Alpenidylle) möchte ich Euch zwei Bücher empfehlen, die ich dort gelesen habe. Sie waren beide eine wunderbare Unterhaltung mit Tiefgang und passen natürlich thematisch hierher. Erstmal also dieses:
 Schmetterling und Taucherglocke "Ein Bestseller von dem die Kraft der Erschütterung ausgeht" schreibt die Süddeutsche. Ein berührendes, existenzielles und humorvolles Buch. Die so lebendige Stimme eines scheinbar jeder Sprache beraubten Mannes, die uns vom Rande der uns erfassbaren menschlichen Existenz so poetische Beobachtungen schenkt, hat mich sehr beeindruckt. Jean-Dominique Bauby, der Autor, diktiert nach einem Hirnschlag dieses Buch mit dem Blinzeln seines linken Augenlieds. Mit 43 Jahren wird er aus einem vollen Leben gerissen. Der Vater von zwei Kindern und Chefredakteur der Zeitschrift "Elle" findet sich als Opfer des Locked-in-Syndroms in einer völlig anderen Welt wieder.
"Ich bekomme bemerkenswerte Briefe. Sie werden geöffnet, entfaltet und vor meinen Augen ausgebreitet - ein Ritual, das mit der Zeit entstanden ist und dem Eintreffen der Post etwas von einer stummen, heiligen Zeremonie verleiht. Ich lese jeden Brief gewissenhaft selbst. Manchen fehlt es nicht an Ernst. Sie sprechen vom Sinn des Lebens, von der Überlegenheit der Seele, vom Mysterium jeder einzelnen Existenz, und in einer seltsamen Umkehrung behandeln die, mit denen ich die oberflächlichsten Beziehungen hatte, diese Grundfragen am ausführlichsten. Ihre Unbekümmertheit verbarg Tiefen. War ich blind und taub, oder bedarf es unbedingt der Beleuchtung durch ein Unglück, um einen Menschen in seinem wahren Licht zu zeigen?
Andere Briefe schildern ganz schlicht die kleinen Dinge, die das Vergehen der Zeit anzeigen. Rosen, die in der Dämmerung gepflückt werden, das Faulenzen an einem verregneten Sonntag, ein Kind, das vor dem EInschlafen weint. Direkt aus der Realität gegriffen bewegen mich diese Lebenssplitter, dieses Aufwallen von Glück mehr als alles andere. Ob es drei Zeilen oder acht Seiten sind, ob sie aus dem fernen Morgenland oder aus Montmorency kommen - ich hebe all diese Briefe wie Schätze auf. Eines Tages möchte ich sie gern aneinanderkleben, um ein kilometerlanges Band daraus zu machen, das wie eine Fahne zum Ruhm der Freundschaft flattert. Das wird die Geier fernhalten."
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Wenn Engel einsam sind
Wenn Engel einsam sind in ihren Kreisen, dann gehen sie von Zeit zu Zeit auf Reisen.
Sie suchen auf der ganzen Welt nach ihresgleichen, nach Engeln, die in Menschgestalt durchs Leben streichen.
Sie nehmen diese mit zu sich nach Haus – für uns sieht dies Verschwinden dann wie Sterben aus.
Renate Eggert-Schwarten

Ich bleibe bei Euch Es will Abend werden...
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Das Thema der EXTRA Geschenke, die ich mit Bélas Down-Syndrom bekommen habe, war ja eigentlich für die Adventszeit gedacht, aber ich komme nicht oft genug zum Schreiben... So sind noch ziemlich viele Extras übrig. Sowieso ist es vielleicht auch eher eine Art dauernde Perpektive die gut tut und die ich deshalb beibehalten möchte. So möchte ich immer mal wieder bewusst stehen bleiben, um die kleinen und grossen Blumen am Wegesrand zu betrachten. Diese Blumen, die nur hier blühen, am Rande eines Weges, den wir niemals freiwillig eingeschlagen hätten. Am Rande eines Weges, der oft selbst an einem Rand entlang führt und der von Weitem betrachtet so wirkt, als führe er durch schattigere Landschaften als die gerade Strasse auf der man eigentlich unterwegs sein wollte. Erst wenn man unterwegs ist auf diesem Weg, kann man die Vielfalt, die Intensität der Farben, den Duft, das Wunder dieser Blumen wahrnehmen.
Ab und zu pflücke ich eine für Euch. Hier und heute also das zarte Pflänzchen der ERKENNTNIS.



 Aufgeschrieben auf Anfrage der Zeitschrift "Feuer und Licht" und dort veröffentlicht in der Ausgabe 1/2010 Die wunderbaren Fotos sind von Conny Wenk
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Tja, heute waren wir nach langem endlich zum dringend überfälligen Termin in der Sehschule... Und ich weiß schon, warum ich das ein bißchen vor mir her geschoben habe:
Béla soll also eine Brille bekommen.
Ich weiß es mag irgendwie unverhältnismässig sein oder wahrscheinlich entlarvt es eben einfach nur diesen Schmerz den ich unter der Haut trage, diese Empfindlichkeit:
Es tut mir weh. Ich will das nicht. Béla sieht so süss aus, warum muss er das jetzt auch noch haben? Warum noch eine Hürde zwischen ihm und der Welt? Unversöhnlich bin ich, sauer , traurig.
Wahrscheinlich weil es um eine relative Kleinigkeit geht? Mann..........................
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SO EIN LEBEN
Heute …ist ein schläfriger kleiner Kerl im Bett seiner Eltern aufgewacht und hat dem Tag gleich zu Beginn ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. …hat ein frecher großer Bruder mehrere blaue Flecken seiner kleinen Schwester zu verantworten, weil er sie immer gezielt umwarf, wenn sie sich mühsam hingesetzt hat, um sich dann diebisch daran zu erfreuen. … hat ein verfressener Knirps bestimmt zehnmal hintereinander „Eis, Eis, Eis“ gesagt. … ist ein anhängliches Söhnchen seinem Papapapapa hinterhergerannt und hat sich an seinem Bein festgeklammert, damit er nicht weggehen kann. … hat ein blonder Süssknopf mindestens sieben Leute zum Lachen gebracht. … hat eine Mutter am Bett ihres schlafenden Kindes einmal mehr vor Dankbarkeit und Liebe fast geheult.
Heute … ist einem Kind Kaliumchlorid ins Herz gespritzt worden, weil sachverständige Menschen zu dem Schluss gekommen sind, so ein Leben sei niemandem zumutbar.
Das kann man nicht aushalten.
Wie soll eine Mutter das aushalten. Ich weine um es und ich weine mit ihr.
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Von den Engeln Die du riefst wird einer kommen Der dich nimmt In seine Federarme.
Er wird dich tragen In das Licht Um das du betest. Es ist nicht mondhell es ist nicht Sonnenglast es ist der Glanz aus dem Innen der Dinge.
Herbert Rößler
Euch allen hier "draußen" wünsche ich frohe Weihnachten! Habt eine gute Zeit mit denen, die Ihr liebt, vergesst auch die nicht, die Eure Liebe brauchen. Möge das kommende Jahr gut zu Euch sein Und jedem von uns die Gelegenheit geben, seine Aufgabe zu erkennen, ihr gerecht zu werden und an ihr zu wachsen. Ich danke Allen, die hier bei uns gewesen sind und die von kleinen Grüßen bis zu langen Briefen Zeichen der Freundschaft, der Ermutigung, der Nähe hinterlassen haben!
Jedem von Euch wünsche ich seinen Engel und mit ihm gute Schritte auf dem Weg in das Innen der Dinge.
Und nun feiern wir das Kind, das die Welt verändert hat. Den Gott, der die Schwachen liebt und sich selber schwach gemacht hat!
(Das Gedicht habe ich Gabriela "geschenkt" für ihren Kalender, möchte es aber auch hier haben...:-)
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Vor ein paar Tagen habe ich in der Post das ersehnte Päckchen vorgefunden! Die Ausgabe 4-2009 der Publikation der Lebenshilfe München mit dem Thema:
Herzg´schichten. Das Heft ist sehr gelungen und schön zu lesen! Mittendrin ist ein kleiner Beitrag über Béla. Der Text stammt von der homepage und ist nicht neu, trotzdem freue ich mich natürlich riesig! Hier ist es:

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EXTRA: Gelassenheit
Natürlich gibt es nun viele Dinge und Themen, um die wir uns mehr sorgen, als in der Zeit vor Béla. Dennoch, grundsätzlich ist mein Wesen gelassener geworden. Manche Eltern mit ähnlichem Hintergrund sagen, sie wüssten nun Wichtiges besser von Unwichtigem zu unterscheiden. Das trifft auf mich auch zu. Darüber hinaus habe ich aber auch in wichtigen Dingen gelernt –so empfinde ich es – mehr zu vertrauen. Ich bin überzeugt, dass das Leben mit Béla mich irgendwie geklärt hat.
Vielleicht geht es auch gar nicht anders, wenn man positiv in eine Zukunft mit einem Kind leben will, dass in Vielem von der Idealvorstellung unserer Gesellschaft abweicht, oder abzuweichen scheint.
Es ist nicht mehr so wichtig……….. …….schön zu sein ……..stark zu sein …….intelligent zu sein …….der Gewinner zu sein.
Und das entspannt ungemein. Lass doch die anderen kämpfen und meinetwegen siegen. Was gibt es denn – genau genommen – am Ende zu gewinnen?
Mehr Glück sicher nicht.
Und mit der Not, die wir alle leiden, dass wir nämlich einmal sterben müssen und dass wir davor Angst haben und weglaufen, mit der Not kämpfe ich auch nicht mehr so wie früher. Ich kann es sowieso nicht ändern (fühle ich in guten Zeiten) und: ich habe in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehr erlebt, das mir eine hoffnungsvolle Perspektive auf ein Leben nach dem Tod ermöglicht, als in meinem ganzen Leben zuvor.
Dazu passt übrigens ein Text ganz gut, den T. M.-I. uns geschenkt hat:
"Energieverluste Ich stehe vor einer Glastür, drücke und drücke, aber sie geht nicht auf. Da fällt mein Blick auf den Türgriff: „Ziehen“ steht da auf einem kleinen Messingschild. Ein leichter Ruck genügt und sie schwingt auf.
Ich glaube, vor solchen Türen stehen wir im Leben oft. Mühen uns ab, drücken, wollen mit dem Kopf durch die Wand, und dabei geht alle Kraft in die falsche Richtung.
Verbissen kämpfen wir um Anerkennung, streiten um Macht und Besitz, steigern das Tempo unseres Lebens auf der Suche nach Lebensfreude und Glück. Doch die Tür will nicht aufgehen. Dabei wäre die Lösung so einfach loslassen, statt krampfhaft festzuhalten, kommen lassen, statt atemlos vorwärts zu hetzen, locker lassen, statt sich blind auf die eigenen Wünsche zu versteifen.
Ich finde, wir sollten unsere Kraft nicht länger damit vergeuden, gegen Türen zu drücken, auf denen „Ziehen“ steht."
„Gedanken am Wegrand“ von Klaus Roos
 Also... Einfach mal kommen lassen.. Geht besser mit Extrachromosom.
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